(MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Der Kunst- und Skulpturenweg Purple Path war im vergangenen Jahr in aller Munde: als ein wesentliches verbindendes Element von Chemnitz als Kulturhauptstadt Europas 2025 mit 38 Orten in der Region. Am 14. Januar 2026 hat auch die Stadt Annaberg-Buchholz ihr Kunstwerk bekommen. Am Unteren Bahnhof wurde die Skulptur "Braided Journey" des Künstlerkollektivs Redfort architectural fabrics mit dem Künstler Joep Verhoeven feierlich eingeweiht.
Oberbürgermeister Rolf Schmidt betonte in seinem Grußwort seine große Freude darüber, die Einweihung dieses außergewöhnlichen Kunstwerks feiern zu können. Es verbinde auf einzigartige Weise die Tradition der Stadt Annaberg-Buchholz mit einem zukunftsweisenden Innovationsgeist. Er bezeichnete das Kunstwerk als eine Hommage an die Geschichte und an Persönlichkeiten wie Barbara Uthmann. Es sei ein Symbol für die Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Region.
Der Termin der Einweihung wurde bewusst gewählt: Am 14. Januar vor 451 Jahren verstarb Barbara Uthmann, eine der bedeutendsten Montanunternehmerinnen der frühen Neuzeit im Erzgebirge.
Die Einführung in das Kunstwerk übernahm Alexander Ochs, Kurator des Purple Path. Er erläuterte die künstlerische Idee von "Braided Journey" als Bild für verflochtene Wege, Bewegungen und Geschichten – passend zum Standort am Unteren Bahnhof, einem Ort des Ankommens und Weitergehens. Die Arbeit erzählt einerseits von der im 16. Jahrhundert wirkenden Montanunternehmerin Barbara Uthmann, die das Klöppeln ins Erzgebirge und damit Hunderte Frauen in Arbeit brachte. Zum anderen verweist der Titel Braided Journey, zu deutsch: Geflochtene Reise, auf den Standort am zukünftigen Smart Rail Connectivity Campus.
Auch die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch nahm an der Einweihung teil. Sie würdigte die Installation als "ein wirklich gutes Kunstwerk an einem Ort, wo Menschen kommen und Menschen gehen" und betonte, dass es nach dem erfolgreichen Abschluss des Kulturhauptstadtjahres 2025 nun darum gehe, den erreichten Schwung und das besondere Kulturhauptstadt-Gefühl weiterzutragen.
In weiteren Grußworten unterstrichen Dagmar Ruscheinsky, Bürgermeisterin der Stadt Chemnitz, sowie Stefan Schmidtke, Geschäftsführer Programm der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH, die Bedeutung des Purple Path als verbindendes Kulturprojekt weit über das Kulturhauptstadtjahr hinaus.
Werke von mehr als 60 Künstlerinnen und Künstlern finden sich auf Industriebrachen, an Bahnhöfen, Flussufern oder im stillen Wasser eines Mühlgrabens und erzählen von Menschen, Handwerk und Industrie. (Bildquelle: erzTV/Oliver Taubmann)
weniger