(MT) ZSCHORLAU: Das Motorsportherz hatte im Westerzgebirge wieder guten Grund, höher zu schlagen. Der Zschorlauer Dreieck-Classic Grand Prix zog am 1. und 2. August zahlreiche Fans historischer Renntechnik an. Das geschah nicht zuletzt auch deswegen, weil Zschorlau dafür bekannt ist, dass man dort auch viele Rennfahrer von einst treffen kann. Veranstalter ist seit drei Jahrzehnten der 1. Auer MSC. Dessen Vorsitzender, der das Amt vom Ehrenvorsitzenden Rainer Pommer übernommen hat, sagte uns zur Herkunft der rund 200 Starter sowie der Gäste: "Überwiegend aus Deutschland. Es sind aber auch Holländer, Schweizer da, Tschechen habe ich gesehen. Sie kommen aus ganz Europa, wenn man das so sagen darf."
Uwe Stübner ist von 1977 bis 1989 selbst aktiv Rennen gefahren, so auch bei DDR-Meisterschaften mit einer 250er-Lizenz-Maschine. Unter den auswärtigen Rennsport-Legenden, die in diesem Jahr in Zschorlau begrüßt werden konnten, waren der dreifache Weltmeister mit dem Seitenwagen Adolf Hänni aus der Schweiz sowie die Vize-Weltmeistern Aalt Toersen aus den Niederlanden und Rolf Blatter aus der Schweiz. Ein großer Name unter den Motorsportlegenden aus dem Erzgebirge ist Heinz Rosner aus Hundshübel.
Uwe Stübner: "Heinz Rosner hatte ja einen schweren Unfall vor vielen Jahren gehabt. Da ist angeraten worden, dass er nicht mehr aufs Motorrad steigen soll. Das hat er auch gemacht. Er ist aber unser Aushängeschild als ehemaliger MZ-Werksfahrer und präsentiert auch immer wieder unseren Auer MSC in der Öffentlichkeit. Wir sind froh, dass es ihn gibt."
Einige hochkarätige Namen wollen sich die Veranstalter für 2027 aufsparen. Dann wird nämlich die 30. Veranstaltung ausgetragen.
Uwe Stübner: "Wir streben als Rennleitung an, dass 30. noch ordentlich durchzuführen und wollen dann sehen, dass das auch mal in jüngere Hände kommt. Das haben wir schon angesprochen. Es sind auch Leute da, die sich das vorstellen können. Noch dazu muss man sagen, dass wir 2027 auch das Jahr des 70. Jubiläums des Auer MSC ist. Und da haben wir zwei schöne Sachen, die wir feiern."
In diesem Jahr freut man sich beim 1. Auer MSC nach dem Zschorlauer Dreieck aus sportlicher Sicht noch auf weitere Wettkämpfe. Das wären am 23. August die Sächsische Kart-Meisterschaft – Kart-Slalom in Aue-Alberoda und am 3. Oktober auf den 5. ADAC Sachsen Schotter-Slalom in Zwickau/Auerbach. (Bildquelle: Uwe Zenker)
weniger